Fortbildungen 2018

Zu den Fortbildungen laden wir alle Fachkräfte ein, die pädagogisch, therapeutisch oder erzieherisch mit Mädchen* oder jungen Frauen* arbeiten. Unser Anliegen ist es, die in dieser Zeit entwickelten Kompetenzen weiter zu geben und damit das Verständnis für Mädchen* zu vertiefen und ihre Lebensräume zu erweitern.

Anmeldung

Bitte nutzen Sie unser Online-Anmeldeformular unterhalb der jeweiligen Ankündigung.

Rückfragen richten Sie bitte an:
fortbildung@maedchenhaus-bremen.de
oder telefonisch (0421) 33 65 444

Anmeldeschluss ist drei Wochen vor der jeweiligen Veranstaltung.
Verbindlich ist die Anmeldung mit dem Eingang des jeweiligen Teilnahmebeitrages.

Hier erhalten Sie unser Jahresprogramm auch zum herunterladen und ausdrucken: pdf Fortbildungs-Programm Mädchenhaus

Ausserdem erhalten Sie hier den "Sonnenblumenflyer 2018", das Fortbildungsprogramm eines Zusammenschlusses mehrerer Jugendhilfeträger in Bremen: pdf Sonnenblumenflyer

 

Wertschätzende Gesprächsführung in der pädagogischen Arbeit mit Mädchen* - 26.01.2018

Freitag, 26.1.2018, 9-16 Uhr, für Frauen*
Kosten: 50,00 € (max. 16 Teilnehmende)
Bianca Gerdes, Diplom-Psychologin/Psychologische Psychotherapeutin (Mädchenhaus Bremen e.V.)
Veranstaltungsort: Mädchenhaus Bremen, Rembertistraße 32

Die Kommunikation kann im pädagogischen Alltag schwierig werden, Fachkräfte stoßen an ihre Grenzen. Wie kann es gelingen, dass die Jugendlichen etwas tun, das sie nicht wollen, was aber aus Erwachsenensicht notwendig scheint? Und wer „besitzt“ dann eigentlich das Problem?

Die Fortbildung soll Anregungen für eine gelassene Gesprächsführung geben, die die Beziehung zwischen Mädchen* und Pädagogin* achtet und im besten Fall die Bereitschaft des Mädchens* zur konstruktiven Mitarbeit fördert. (Angelehnt an die niederlagelose Kommunikation nach Thomas Gordon)

Buchstabensalat?! - Einstieg ins Themenfeld LSBT*I*Q - 23.02.2018

Freitag, 23.2.2018, 10-14 Uhr, für Frauen*
Kosten: 30,00 € (max. 16 Teilnehmende)
Tabea Hannappel, Psychologin M.Sc. (Mädchenhaus Bremen e.V.)
Veranstaltungsort: Mädchenhaus Bremen, Rembertistraße 32

In diesem Workshop wird Basiswissen zu sexueller Orientierung und geschlechtlicher Vielfalt vermittelt. Neben der Klärung von Begrifflichkeiten wird es durch verschiedene Methoden ermöglicht, sich in unterschiedliche Lebenswirklichkeiten einzufühlen und deren individuelle und gesellschaftliche Bedeutung zu reflektieren. Es gibt viel Raum für Fragen, es sind keine Vorkenntnisse nötig.

Essstörungen - 09.03.2018

Freitag, 9.3.2018, 9-16 Uhr, für Frauen*
Kosten: 50,00 € (max. 16 Teilnehmende)
Bianca Gerdes, Diplom-Psychologin/Psychologische Psychotherapeutin (Mädchenhaus Bremen e.V.)
Ruth König, Diplom-Sozialpädagogin (Mädchenhaus Bremen e.V.)
Veranstaltungsort: Mädchenhaus Bremen e.V., Rembertistr. 32

Magersucht, Bulimie und Esssucht sind Erkrankungen die im Wechselspiel individueller biographischer Entwicklungen und gesellschaftlichem Kontext entstehen. In der Schule und in allen Bereichen der Kinder- und Jugendarbeit begegnen uns immer wieder Mädchen* mit auffälligem Essverhalten.


Im Rahmen der Fortbildung wird ein Basiswissen zu Symptomatik und Diagnostik vermittelt. Gezielt werden wir uns mit Interventionsmöglichkeiten,
Vermittlung in bestehende Hilfsangebote und
Fallarbeit beschäftigen.

Aber irgendwie anders sind die dann doch... Feministische Mädchen*arbeit in der Migrationsgesellschaft - 20.04.2018

Freitag, 20.4.2018, 10-16 Uhr, für Frauen*
Kosten: 50,00 € (max. 16 Teilnehmende)
Diren Yeşil, Diplom-Soziologin und Diplom-Sozialwissenschaftlerin (Mädchenhaus Bremen e.V.)
Simon* Wörmann, Diplom-Soziolog_in, Jugend- und Mädchenarbeit
Veranstaltungsort: Mädchenhaus Bremen e.V., Rembertistr. 32

Von der „Ausländer_innen-Pädagogik" des Nicht-Einwanderungslandes Deutschland zur transkulturellen Pädagogik der Migrationsgesellschaft: In diesem Workshop wird nach einer Einführung in Ansätze der Rassismuskritik die Möglichkeit angeboten, die eigene Haltung und Praxis zu reflektieren. Dabei werden wir uns u.a. mit der Frage beschäftigen, wie sich die Prämissen der feministischen Mädchen*arbeit – wie beispielsweise Parteilichkeit, Anerkennung und Arbeit in Schutzräumen in eine rassismuskritischen Arbeit einbeziehen lassen bzw. welche Widersprüche dabei auftauchen.

AUSGEBUCHT: Transgenerationale Weitergabe von Traumata bei Müttern und Töchtern - 01.06.2018

Freitag, 1.6.2018, 9-16 Uhr, für Frauen*
Kosten: 50,00 € (max. 16 Teilnehmende)
Regina Sänger, Diplom-Psychologin (Bremer Institut für Traumapädagogik)
Margarete Udolf, Diplom-Psychologin (Bremer Institut für Traumapädagogik)
Veranstaltungsort: Mädchenhaus Bremen e.V., Rembertistr. 32

Diese Fortbildung ist bereits ausgebucht.

In der sozialen Arbeit wird oft beobachtet, dass Gewalt und Vernachlässigung von Generation zu Generation weitergegeben wird. Die unverarbeiteten Erfahrungen der Mütter wirken in der Töchtergeneration weiter. Das Zusammenleben mit traumatisierten Müttern führt oft dazu, dass sich Töchter mit deren Lebens- und Leidensweg identifizieren, ihre Ängste, Schuldgefühle sowie ihre Verhaltensweisen übernehmen. Traumaweitergabe findet manchmal auf indirektem Wege statt, häufig aber dadurch, dass betroffene Mütter durch die erlittenen Traumata in ihrer Erziehungs- und Bindungsfähigkeit beeinträchtigt sind und ihre Töchter nicht schützen können oder sie selbst misshandeln. In der Fortbildung werden wir zusammen mit den Teilnehmerinnen einen Handlungsleitfaden für die pädagogische Arbeit mit den Betroffenen entwickeln und Chancen und Möglichkeiten erörtern, den Teufelskreis unbewältigter Traumata zu durchbrechen.

Hot Pants und High Heels. Schönheitshandeln und Körperinszenierungen von Mädchen* - 21.09.2018

Freitag, 21.9.2018, 9-16 Uhr, für Frauen*
Kosten: 50,00 € (max. 16 Teilnehmende)
Bianca Gerdes, Diplom-Psychologin/Psychologische Psychotherapeutin (Mädchenhaus Bremen e.V.)
Ruth König, Diplom-Sozialpädagogin (Mädchenhaus Bremen e.V.)
Veranstaltungsort: Mädchenhaus Bremen e.V., Rembertistr. 32

Schönheitshandeln und Körperinszenierungen von Mädchen* begegnen uns täglich. Mal finden wir sie ästhetisch ansprechend, mal sind wir schockiert oder verwirrt. Gemeinsam wollen wir pädagogische Ansätze und Aufträge entwickeln, wie wir mit dem absichtlichen oder unabsichtlichen zur Schau stellen des Körpers und mit Schönheitspraktiken von Mädchen* umgehen können. Viel Raum sollen die multifaktoriellen Gründe erhalten, aus denen heraus Mädchen* destruktive Körpermanipulationen oder gestörtes Essverhalten entwickeln.

Von Bitch-Rap, Pussy RRRiots und Tomboys... Geschlechterkritische Sexualpädagogik in der feministischen Mädchen*arbeit - 26.10.2018

Freitag, 26.10.2018, 10-16 Uhr, für Frauen*
Kosten: 50,00 € (max. 16 Teilnehmende)
Diren Yeşil, Diplom-Soziologin und Diplom-Sozialwissenschaftlerin (Mädchenhaus Bremen e.V.)
Simon* Wörmann, Diplom-Soziolog_in, Jugend- und Mädchenarbeit
Veranstaltungsort: Mädchenhaus Bremen e.V., Rembertistr. 32

Die Perspektive auf Gender, die Geschlechterverhältnisse und eine daraus hervorgehende emanzipatorische Sexualpädagogik ist in der sozialen und pädagogischen Arbeit von großer Bedeutung. In der Fortbildung werden sowohl aktuelle Diskussionen über Gender und Sexualität vorgestellt als auch bewährte und neuere Methoden aus der feministischen Gewaltprävention und Sexualpädagogik vermittelt. Das Ziel der Fortbildung liegt darin, den Blick für die gelebte Vielfalt von geschlechtlicher und sexueller Identität zu öffnen und praxisnahe Möglichkeiten ihrer Thematisierung zu erlernen.

Beziehungsabhängigkeit – zu abhängig von Zuwendung? - 09.11.2018

Freitag, 9.11.2018, 10-16 Uhr, für Frauen*
Kosten: 50,00 € (max. 16 Teilnehmende)
Jutta Diederichs, Diplom-Psychologin/Psychologische Psychotherapeutin (Mädchenhaus Bremen e.V.)
Veranstaltungsort: Mädchenhaus Bremen e.V., Rembertistr. 32

Immer wieder fragen wir uns, warum Menschen in Beziehungen leben, in denen sie wenig Liebevolles und viel Schmerzhaftes erleben. Insbesondere Mädchen* und junge Frauen* lassen häufig Entwertungen und Demütigungen über sich ergehen, ohne dieses Verhalten in Frage zu stellen. Oft schildern sie sogar, dass gerade diese Kontakte besonders wichtig für sie seien und sie insbesondere mit diesen Menschen Liebe und Zugehörigkeit erleben.
Was macht diese jungen Frauen* so existentiell abhängig von der Zuwendung anderer? Welche Faktoren tragen dazu bei, diese Abhängigkeit zu erhalten? Und was können wir im pädagogischen und/oder beraterischen Kontakt dazu beitragen, ihnen mehr Freiheit und Unabhängigkeit zu ermöglichen?

„Hilf mir – aber lass mich bloß in Ruhe!“ Mädchen* mit Bindungstraumata im pädagogischen Alltag - 30.11.2018

Freitag, 30.11.2018, 9-16 Uhr, für Frauen*
Kosten: 50,00 € (max. 16 Teilnehmende)
Regina Sänger, Diplom-Psychologin (Bremer Institut für Traumapädagogik)
Margarete Udolf, Diplom-Psychologin (Bremer Institut für Traumapädagogik)
Veranstaltungsort: Mädchenhaus Bremen e.V., Rembertistr. 32

Mädchen*, die von nahen Bezugspersonen misshandelt wurden, stehen später oft im Mittelpunkt schwieriger Beziehungsdynamiken mit den Pädagog_innen: viele von ihnen leisten Widerstand beim Umsetzen von hilfreichen Vorschlägen und schaden sich selbst dabei so, als ob es ihnen nicht gut gehen dürfte. Manchmal machen die Betroffenen deutlich, dass die Betreuerin* ihnen nichts zu sagen hat oder fordern wie selbstverständlich Sonderrechte für sich. Diese Verhaltensweisen lösen bei den Fachkräften oft Ärger, aber auch Resignation aus: „Wieso ist es oft so schwer, sie zu mögen?". In der Fortbildung werden wir die theoretischen Grundlagen zu den Folgen von Bindungstraumata auf die psychosoziale Entwicklung von Mädchen* und ihre Bindungsfähigkeit vermitteln. Die Teilnehmerinnen* bekommen alltagstaugliche Anregungen für die Unterstützung der betroffenen Mädchen*.