Fortbildungen 2012

Zu den Fortbildungen, die jetzt seit 10 Jahren stattfinden, laden wir alle Fachkräfte ein, die pädagogisch, therapeutisch oder erzieherisch mit Mädchen oder jungen Frauen arbeiten. Unser Anliegen ist es, die in dieser Zeit entwickelten Kompetenzen weiter zu geben und damit das Verständnis für Mädchen zu vertiefen und ihre Lebensräume zu erweitern.

Anmeldung

Bitte nutzen Sie unser Online-Anmeldeformular unterhalb der jeweiligen Ankündigung.

Rückfragen richten Sie bitte an:
fortbildung@maedchenhaus-bremen.de
oder telefonisch (0421) 33 65 444

Anmeldeschluss ist drei Wochen vor der jeweiligen Veranstaltung.
Verbindlich ist die Anmeldung mit dem Eingang des jeweiligen Teilnahmebeitrages.

Hier finden Sie unser Jahresprogramm auch zum herunterladen und ausdrucken: Fortbildungen 2012

Nr. 1Wertschätzende Gesprächsführung in der pädagogischen Arbeit mit Mädchen

Freitag, 13.1.2012, 9-16 Uhr, für Frauen
Kosten: 45,00 € (max. 16 Teilnehmende)
Bianca Gerdes, Diplom-Psychologin/Psychologische Psychotherapeutin
Veranstaltungsort: Mädchenhaus Bremen, Rembertistraße 32

Die Kommunikation kann im pädagogischen Alltag schwierig werden, Fachkräfte stoßen an ihre Grenzen. Wie kann es gelingen, dass die Jugendlichen etwas tun, das sie nicht wollen, was aber aus Erwachsenensicht notwendig scheint? Und wer „besitzt“ dann eigentlich das Problem? Die Fortbildung soll Anregungen für eine gelassene Gesprächsführung geben, die die Beziehung zwischen Mädchen und Pädagogin achtet und im besten Fall die Bereitschaft des Mädchens zur konstruktiven Mitarbeit fördert. (Angelehnt an die niederlagelose Kommunikation nach Thomas Gordon)

Nr. 2Kunst und Psychologie im Dialog V - 24.01.2012

Dienstag, 24.1.2012, 18.30-21.30 Uhr, für Frauen und Männer
Kosten: 12,00 €, ermäßigt 8,00 €
Dr. Dorothee Hansen (Kunsthalle Bremen)
Prof. Dr. Helmut Reuter (IBK Köln)
Veranstaltungsort: Kunsthalle Bremen

Das Kind und der Tod. Traumata aus psychologischer und kunsthistorischer Perspektive

Ausgehend von Edvard Munchs Gemälden „Das Kind und der Tod“ und „Mädchen und drei Männerköpfe“geht es zunächst in zwei Vorträgen um das Thema „Trauma“.Wie entsteht ein Trauma? Wie zeigt es sich? Wie wird es erlebt und verarbeitet? Wie künstlerisch verarbeitet und dargestellt? Diese Fragen werden von den beiden ReferentInnen zunächst in zwei Vorträgen erörtert. Anschließend gibt es Raum für einen Dialog zwischen diesen unterschiedlichen Herangehensweisen an das Thema. Beiträge aus dem Publikum sind dabei sehr willkommen.

Eine Kooperation des Mädchenhaus Bremen e.V. und der Kunsthalle Bremen.

Die Eintrittskarte berechtigt zu einem Museumsbesuch ab 17.30 Uhr

Akkreditiert durch die Psychotherapeutenkammer Bremen, die Teilnehmenden erhalten 4 Fortbildungspunkte

Eine Anmeldung ist nicht notwendig

Nr. 3Pädagogische Arbeit mit jungen Frauen und Müttern mit Borderline-Persönlichkeitsstörung - 03.02.2012

Freitag, 3.2.2012, 9-16 Uhr, für Frauen
Kosten: 45,00 € (max. 16 Teilnehmende)
Regina Sänger, Diplom-Psychologin
Margarete Udolf, Diplom-Psychologin

Veranstaltungsort: Mädchenhaus Bremen, Rembertistr. 32

Junge Frauen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung zeigen extreme Verhaltensweisen sowie heftige Stimmungsschwankungen, die ihrer Umgebung unverständlich erscheinen und emotional nur sehr schwer auszuhalten sind. Sie neigen dazu, emotionale Impulse ohne Berücksichtigung von Konsequenzen auszuagieren. Ihre zwischenmenschlichen Beziehungen pendeln zwischen Idealisierung und Entwertung und sind von emotionalen Krisen – auch mit Selbstverletzungen und Suiziddrohungen – gekennzeichnet.

Wie bei anderen psychischen Störungen ist bei Borderline-erkrankten Müttern die Erziehungskompetenz manchmal bis hin zu Kindeswohlgefährdung beeinträchtigt. Die Borderline-Dynamik stelltpädagogische Fachkräfte immer wieder vor große Herausforderungen – zum einen bezüglich der eigenen Abgrenzung, zum anderen in Bezug auf die Gestaltung geeigneter Unterstützung. Ziel der Fortbildung ist die Vermittlung eines tiefgehenden Verständnisses der Borderline-Dynamik sowie die Erarbeitung entsprechender Handlungsstrategien.

Leider keine Anmeldung mehr möglich. Die Veranstaltung ist schon ausgebucht.

Nr. 4Arbeit an Praxisbeispielen Mädchen aus Sucht- und Krisenfamilien - 22.03.2012

Donnerstag, 22.3.2012, 16-19 Uhr, für Frauen
Kosten: 25,00 € (max. 12 Teilnehmende)
Jutta Diederichs, Diplom-Psychologin/Psychologische Psychotherapeutin

Veranstaltungsort: Mädchenhaus Bremen e.V., Rembertistr. 32

Professionelle Haltung und methodischer Umgang in der Arbeit mit Mädchen aus Sucht- und Krisenfamilien.

Nr. 5Die verborgene Aggressionskultur von Mädchen – zwischen Anstrengung und Herausforderung - 26.04.2012

Donnerstag, 26.4.2012, 10-17 Uhr, für Frauen
Kosten: 45,00 € inklusive Mittagessen (max. 90 Teilnehmende)
Carola Spiekermann, Psychologische Psychotherapeutin, Supervisorin
Astrid Peter, Sozialtherapeutin, feministische Bildungsreferentin
Bürgerhaus Weserterrassen, Osterdeich 70b

Mädchen scheuen sich oft, Empfindungen von Ärger,Wut und Zorn offen zu legen. Stattdessen bringen sie ihre aggressiven Impulse auf indirekte Weise zum Ausdruck – häufig nicht ahnend, wie sehr sie sich selbst und andere damit schädigen.

In einem einführenden Vortrag werden einige verborgene Aspekte weiblicher Aggression, die Bedeutung von Kontakt und Bindung für Mädchen unter besonderer Berücksichtigung der frühen Adoleszenz sowie das Phänomen der verunsicherten (Selbst-)Wahrnehmung von Mädchen beleuchtet.

In einer anschließenden Vertiefung werden die Anstrengungen und Herausforderungen im Kontaktzwischen Pädagogin und Mädchen im Vordergrund stehen.

Akkreditiert durch die Psychotherapeutenkammer Bremen, die Teilnehmenden erhalten 8 Fortbildungspunkte

Anmeldeschluss (bzw. spätester Zahlungseingang) ist der 05.04.2012


Nr. 6Klettern statt reden (für Frauen) - 04.05.2012 - FÄLLT AUS!

Freitag, 4.5.2012, 10-16 Uhr, für Frauen
Kosten: 45,00 € (max. 12 Teilnehmende)
Ruth König, Diplom-Sozialpädagogin
Liane Adam, Diplom-Pädagogin (LIS Bremen)

Veranstaltungsort: „Der Bunker“ in Bremen-Gröpelingen

Da es nicht genügend Anmeldungen gegeben hat, fällt der Termin im Mai leider aus. Wir bitten alle Interessierten, sich für den Termin im Juli anzumelden.

Erlebnispädagogischer Schnuppertag für Pädagoginnen und andere Interessierte an der Kletteranlage „Der Bunker“ in Bremen-Gröpelingen.Klettern „bewegt“.

Der starke Aufforderungscharakter und die herausfordernden psychischen Aspekte des Kletterns machen dieses zu einem vielseitig einsetzbaren Medium in der pädagogischen Arbeit. Ohne viele Worte werden die Themen Verantwortung und Vertrauen und der Umgang mit den eigenen Stärken und Grenzen erlebbar.

Nr. 6Klettern statt reden (für Frauen und Männer) - 13.07.2012

Freitag, 13.7.2012, 10-16 Uhr, für Frauen und Männer
Kosten: 45,00 € (max. 12 Teilnehmende)
Ruth König, Diplom-Sozialpädagogin
Liane Adam, Diplom-Pädagogin (LIS Bremen)
Veranstaltungsort: „Der Bunker“ in Bremen-Gröpelingen

Erlebnispädagogischer Schnuppertag für PädagogInnen und andere Interessierte an der Kletteranlage „Der Bunker“ in Bremen-Gröpelingen.Klettern „bewegt“.

Der starke Aufforderungscharakter und die herausfordernden psychischen Aspekte des Kletterns machen dieses zu einem vielseitig einsetzbaren Medium in der pädagogischen Arbeit. Ohne viele Worte werden die Themen Verantwortung und Vertrauen und der Umgang mit den eigenen Stärken und Grenzen erlebbar.

Nr. 7Arbeit an Praxisbeispielen Mädchen mit Essstörungen - 04.06.2012

Montag, 4.6.2012, 16-19 Uhr, für Frauen
Kosten: 25,00 € (max. 12 Teilnehmende)
Ruth König, Diplom-Sozialpädagogin
Veranstaltungsort: Mädchenhaus Bremen e.V., Rembertistr. 32

Professionelle Haltung und methodischer Umgang in der Arbeit mit Mädchen mit Essstörungen.

Nr. 8Pädagogische Arbeit mit dissoziativen Mädchen - 21.09.2012

Freitag, 21.9.2012, 9-16 Uhr, für Frauen
Kosten: 45,00 € (max. 16 Teilnehmende)
Regina Sänger, Diplom-Psychologin
Margarete Udolf, Diplom-Psychologin

Veranstaltungsort: Mädchenhaus Bremen e.V., Rembertistr. 32

Dissoziation ist ein Symptom, das sich häufig bei Mädchen zeigt, die durch Gewalt oder Vernachlässigung traumatisiert wurden. Sie hilft Erfahrungen auszuhalten, die jenseits des Erträglichen sind. Im Alltag führt Dissoziation jedoch u.a. zu „Blackouts“, Reinszenierungen von Gewalterfahrungen und Angstzuständen. Als Ursache für solche Verhaltensauffälligkeiten bleibt die Dissoziation oft unerkannt. Dies kann bei den pädagogischen Fachkräften Ungeduld und Hilflosigkeit hervorrufen, da sie in der Arbeit mit den Mädchen scheinbar immer auf der Stelle treten.

In der Fortbildung werden unterschiedliche Formen der Dissoziation sowie ihre Funktion erörtert. Methoden zur Einschätzung von dissoziativen Zuständen und kreative Handlungsmöglichkeiten für den pädagogischen Alltag werden vorgestellt und erprobt.

Nr. 9Arbeit an Praxisbeispielen Mädchen mit selbstverletzendem Verhalten - 11.10.2012

Donnerstag, 11.10.2012, 16-19 Uhr, für Frauen
Kosten: 25,00 € (max. 12 Teilnehmende)
Jutta Diederichs, Diplom-Psychologin/Psychologische Psychotherapeutin

Veranstaltungsort: Mädchenhaus Bremen e.V., Rembertistr. 32

Professionelle Haltung und methodischer Umgang in der Arbeit mit Mädchen, die sich selbst verletzen.

Nr. 10Mädchen aus Sucht- und Krisenfamilien - 23.11.2012

Freitag, 23.11.2012, 10-16 Uhr, für Frauen
Kosten: 45,00 (max. 16 Teilnehmende)
Jutta Diederichs, Diplom-Psychologin/Psychologische Psychotherapeutin

Veranstaltungsort: Mädchenhaus Bremen e.V., Rembertistr. 32

Trauer, Hilflosigkeit,Wut und Scham – dies sind typische Gefühle von Angehörigen süchtiger Menschen. Kinder, die in Suchtfamilien aufwachsen, sind gefordert, mit diesen Gefühlen umzugehen und die besonderen Lebensumstände zu bewältigen. Insbesondere Mädchen neigen dazu, ihre eigenen Bedürfnisse und Gefühle zurückzustellen und stattdessen Verantwortung für die Belange der anderen zu übernehmen (Co-Abhängigkeit). Hinzu kommt häufig die Tendenz, die Überforderung durch verschiedenste selbstschädigende Verhaltensweisen zu kompensieren.

Charakteristische Verhaltensmuster von Mädchen aus Suchtfamilien werden mit ihren spezifischen Problemen und Fähigkeiten vorgestellt. Daraus werden gemeinsam Ideen entwickelt, wie diese Mädchen unterstützt und in ihren Ressourcen gestärkt werden können.

Nr. 11Onlineberatung - 14.12.2012

Freitag, 14.12.2012, 9.30-14 Uhr, für Frauen und Männer
Kosten: 30,00 € (max. 16 Teilnehmende)
Ruth König, Diplom-Sozialpädagogin
Veranstaltungsort: Mädchenhaus Bremen e.V., Rembertistr. 32

Das Internet ist das Leitmedium der Jugendlichen. Dort präsentieren sie sich selbst und ihre Ideen, dortknüpfen sie Kontakte und suchen nach Antworten auf ihre Fragen. Beratung für Jugendliche im Netz anzubieten, kann eine Chance sein, Jugendlichen an einem Ort zu begegnen, der ihnen vertraut ist. Das Netz vermittelt ihnen ein positives Gefühl von Anonymität, Selbstbestimmung und Niedrigschwelligkeit.

Doch es ist auch wichtig, die Grenzen der virtuellen Beratung und die Risiken des massiven Internetkonsums im Auge zu behalten.Wir vermitteln einen Überblick, welche Möglichkeiten das Internet als Plattform für Beratung bieten kann.